Week #3 – Seahawks 27:33 Titans

»Würden Sie nicht gerne hören, dass einer der Bosse der National Football League sagt, wenn jemand unsere Flagge nicht respektiert: ‚Nehmt diesen Hurensohn sofort vom Feld! Er ist gefeuert!‘? […] Dies ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition und gegenüber allem, für das wir stehen.« Die Äußerungen von Präsident Trump haben für mächtig Aufsehen gesorgt, die NFL und ihre Teams reagierten mit Protest. Sie standen Arm in Arm am Spielfeldrand, knieten oder kamen, wie etwa die Seahawks, erst gar nicht aufs Feld. Richtig so! Doch auch Football wurde an diesem Wochenende gespielt.

Die gute Nachricht zuerst. Die Seahawks haben zumindest erkennen lassen, dass sie offensiv doch gewillt sind Punkte zu machen. Zu Beginn noch etwas wackelig, fand Quarterback Russel Wilson im Spielverlauf immer besser hinein. Vier Touchdown Pässe und 373 yd. sind gute Werte. Gerade durch die Luft ging am Sonntag so einiges. Erfreulich auch das alle Touchdowns von unterschiedlichen Spielern erzeilt wurden: Doug Baldwin (10 / 105 yd, 1TD), Luke Willson (3 / 53 yd, 1TD), Paul Richardson (2 / 30 yd, 1 TD) und Chris Carson (2 / 18 yd, 1TD). Die Offense hatte also durchaus eine hohe Variabilität und lies sich so nur schwer ausrechnen, auch wenn es zwischenzeitlich dass ein oder andere mal zu oft über Baldwin ging. Das Running Game hingegen fand wie so oft in letzter Zeit kaum statt. Von den insgesamt 69 erlaufenden Yards vielen 34 yd. per 11 carrys auf Carson. C.J. Prosise bekam ganze viermal den Ball und erlief damit 9 yd. Für ein Team, dass sich vor allem durch das Running Game in den letzten Jahren einen Namen gemacht hat, sind das sicherlich ernüchternde Zahlen. In Anbetracht dessen, das man mit Quarterback Wilson, Receiver Baldwin und einem immer noch verschwendeten Tight End Graham starke Argumente für ein fokussierteres Passspiel hätte, sollte man in Seattle vielleicht seinen Schwerpunkt verlagern? »They have a vastly improved quarterback in Wilson, a vastly improved No. 1 receiver in Doug Baldwin and one of the game’s most athletic tight ends in Jimmy Graham.«

Doch so gut die Offense punktete, verloren wurde das Spiel vorallem im 3. Quarter als die Titans unaufhaltsam die Punkteanzeige hochtrieb. Die Defense der Seahawks lies dabei drei Touchdows infolge zu, ohne dass die eigene Offense punktete. DeMarco Murrays 75 yd. Touchdown Run war dabei der längste zugelassene der Seahawks seid 2009 (80 yd. Frank Gore). Headcoach Pete Carrol wurde übrigens erst im Januar 2010 in Seattle eingestellt. Ein 14:30 am Ende des dritten Quarters war die logische Konsequenz daraus. Zu Beginn des letzten Viertels führte Tennessee mit 13 Punkten (33-20), einen Vorsprung den man sich durch vier aufeinander folgenden Drives erspielte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Titans sieben von acht Drives erfolgreich abgeschlossen. Jeder für sich 47 yd. oder länger. »That was not like ourselves. That was definitely not Seahawks defense or up to what our standards are,” sagte Defensive End Cliff Avril anschließend. “The cool thing is that it’s all self-inflicted stuff that we can fix.« Vielleicht würde es auch helfen sich nicht immer in kleinere und größere Streitereien zu verheddern. So sieht es wohl nicht nur Kam Chancellor: »Anytime you get into bickering it wastes energy, […] It distracts us and makes us lose focus.« 

Brady Henderson von ESPN.com setzt dem entgegen: »You don’t see teams doing to the Seahawks’ defense what the Titans did Sunday, and Seattle’s offense bears some of the blame for what happened. The Seahawks punted on their first six possessions before mounting an impressive touchdown drive heading into halftime. Even with Seattle’s defense playing stout through two quarters, the Titans held a time-of-possession advantage of 19:20 to 10:40 in the first half. So Seattle’s struggles on defense could have at least partly been a product of fatigue while playing in temperatures in the high 80s at kickoff.«



Die Seahawks kommen einfach nicht in die Gänge. Waren in den ersten beiden Spielen vor allem die Offensivebemühungen das Problem, legte gegen die Titans die Defensive eine Pause ein. So steht man mit einem 1-2 Record und spielerischen Defiziten aktuell weit hinter den eigenen Erwartungen. Bevor es in die Bye-Week geht, sollte es gegen die Indianapolis Colts (1-2) und Los Angeles Rams (2-1) möglichst zwei überzeugende Siege geben. 

NFC West nach Week #3



Das Bier des Spiels

Flasche_Grevensteiner_Ur_Radler


Und die anderen Teams?  

San Francisco 49ers 39:41 Los Angeles Rams

Jacksonville Jaguars 44:7 Baltimore Ravens

Detroit Lions 26.30 Atlanta Falcons

Indianapolis Colts 31:28 Cleveland Browns

Buffalo Bills 26:16 Denver Broncos

New England Patriots 36:33 Houston Texans

New York Jets 20:6 Miami Dolphins

Carolina Panthers 13:34 New Orleans Saints

Philadelphia Eagles 27:24 New York Giants

Chicago Bears 23:17 Pittsburgh Steelers

Minnesota Vikings 34:17 Tampa Bay Buccaneers

Green Bay Packers 27:24 Cincinnati Bengals

Los Angeles Chargers 10:24 Kansas City Chiefs

Washington Redskins 27:10 Oakland Raiders

Arizona Cardinals 17:28 Dallas Cowboys

Bye Week: /


 

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